Theater
BÜHNEN
Origen spielt im historischen Bestand, im theaterfernen Raum, in Burgen, Scheunen, Schlössern, Kirchen, Hotelsälen. Die Commedia zieht von Dorf zu Dorf, durch die vielen Täler. Natürlich spielen wir in der grossen Landschaft, im riesigen Welttheater der Jahreszeiten, das alles trägt und birgt.
roma | Origens Sommerfestival
12. Juni – 22. August 2026
Das Surses ist eine archäologische Wunderkammer. In keinem anderen Tal des Kantons häufen sich die antiken Relikte so dicht wie hier. Soldatenlager, Kriegsschauplätze, Bernsteinfunde, Luxusherbergen, Sprachrelikte und Heiligtümer säumen die Passstrasse. Es wird Zeit, der Antike etwas Raum zu geben, kulturelle Wurzeln kritisch zu reflektieren und die Gegenwart in die Vergangenheit zu spiegeln.
Das Sommerfestival neigt sich langsam dem Ende zu. Die grosse Commedia-Tournée ist ausgespielt, die Tanzenden aus aller Welt sind wieder in die europäischen Metropolen zurückgekehrt. Und auch das gewaltige Freilichtspiel auf dem Julierpass geht in seine letzten, bereits ausgebuchten Aufführungen.
Doch der Herbst kommt bestimmt und wartet mit einem vielfältigen Programm auf: In Riom zieht die Neuinterpretation von Händels Giulio Cesare in die Clavadeira ein und eröffnet dem barocken Musiktheater einen neuen szenischen Raum. In Mulegns laden wir zu stimmungsvollen Piano-Konzerten ins Hoteltheater – und weiterhin zu vertieften Baukultur-Führungen. In Savognin lädt das Hotel Pianta aufgrund der wunderbaren ersten Erfahrungen im Sommer auch im Herbst zum Entdecken und Verweilen.
A reveir an Surses.
solo piano | herbst
Der virtuose Pianist Dominic Chamot reflektiert das Jahresthema Rom in der Musik verschiedener Epochen und setzt sich musikalisch mit dem Gebaren der Macht, dem Trugbild des Sieges, dem Schicksal der Kriegsflüchtigen auseinander. Ein intimes, intensives Erleben grosser Musik – behutsam konzipiert, meisterhaft interpretiert.
Aufführungen
Mulegns | Post Hotel Löwe | 17 Uhr
18 | 19 | 20 | 25 | 27 September | 2 | 4 Oktober 2026
giulio cesare | herbstliche neuinterpretation
Im Zentrum der Oper Giulio Cesare in Egitto von Georg Friedrich Händel stehen Macht, Rache und Verführung. Geschwister kämpfen um den Thron, ein Sohn sucht den Mörder seines Vaters, ein Feldherr sinnt auf Vergeltung, eine fatale Liebesbeziehung endet im Tod. Die sommerliche Inszenierung richtete den Blick auf die grossen Gefühle und die menschlichen Abgründe der barocken Figuren. Leidenschaft, Hoffnung, Liebe und Verzweiflung verdichteten sich zu einem fein gesponnenen Geflecht menschlicher Empfindungen – bildstark inszeniert, am Flügel begleitet, in einen zeitgenössischen Kontext gesetzt.
Für die herbstliche Neuinterpretation des Werkes verlässt Giulio Cesare die kalte Burg und zieht in die Clavadeira ein. Während die Inszenierung in der Burg mit grossen Lichtbildern arbeitete, widmet sich die Clavadeira dem Momentum der Macht und setzt Giulio Cesare in einen kompromisslosen zeitgenössischen Kontext, der vom willkürlichen Machtgebaren der neuen Cäsaren erzählt.
Aufführungen
Riom | Clavadeira | 17 Uhr
9 | 10 | 11 | 16 | 17 | 18 Oktober 2026