Theater
BÜHNEN
Origen spielt im historischen Bestand, im theaterfernen Raum, in Burgen, Scheunen, Schlössern, Kirchen, Hotelsälen. Die Commedia zieht von Dorf zu Dorf, durch die vielen Täler. Natürlich spielen wir in der grossen Landschaft, im riesigen Welttheater der Jahreszeiten, das alles trägt und birgt.
roma | Origens Sommerfestival
12. Juni – 22. August 2026
Das Surses ist eine archäologische Wunderkammer. In keinem anderen Tal des Kantons häufen sich die antiken Relikte so dicht wie hier. Soldatenlager, Kriegsschauplätze, Bernsteinfunde, Luxusherbergen, Sprachrelikte und Heiligtümer säumen die Passstrasse. Es wird Zeit, der Antike etwas Raum zu geben, kulturelle Wurzeln kritisch zu reflektieren und die Gegenwart in die Vergangenheit zu spiegeln. Wir tun dies mit einem gewaltigen Freilichtspiel, mit zeitgenössischem Tanztheater, hochdramatischem Opernwerk, einer fröhlichen Commedia, der zeitlosen Gregorianik.
Und natürlich nehmen wir Sie mit auf die kreative Reise durch ein Tal, das kulturelle Meilensteine setzt, der Baukultur frönt und Gastgeber sein will.
A reveir an Surses
Die zweite Tanzwoche
Wir starten in die zweite Woche unseres wunderbaren Tanzfestivals. Gleich drei Uraufführungen kommen am Mittwoch auf die Bühne. Wir laden Sie ein, uns zu besuchen und sich ein Bild von der Breite des zeitgenössischen Tanzschaffens zu machen. Aufführungen am 29 | 30 | 31 Juli | 2 August.
Den Anfang setzt Ilya Jivoy, der schon seit geraumer Zeit für Origen choreographiert. Der ehemalige Choreograph des Mariinsky-Theaters in St. Petersburg lebt seit einigen Jahren in Spanien und arbeitet auf der ganzen Welt. In «Romulus» beschäftigt er sich mit der Ambivalenz von Hoffnung und Zweifel, Vision und Leere – und spielt in dieser Woche erstmals die Nachmittagsvorstellung um 13 Uhr in der grosszügigen Mulegnser Remise.
Robert Robinson, auch er kein Unbekannter auf Origens Bühnen, steht für intimes, kraftvolles, sensibles Bühnenspiel. Der englische Choreograph hat zuvor in den Kompanien von Stuttgart und Hannover getanzt. In «In Another Life» reflektiert er, abseits von archäologischem Pragmatismus, die Erinnerung, die Zeit, das Vergessen. Zu sehen um 17 Uhr auf Burg Riom.
Der dritte Choreograph, Brice Asnar, ist der Neuling im Trio. In Marseille aufgewachsen, hat Asnar unter anderem für das English National Ballet und für das Ballett am Rhein gearbeitet. In seiner Choreographie «When Marble Cracks» beschäftigt er sich mit dem Zusammenbruch politischer Systeme, mit den Vorzeichen des Wandels, mit dem kulturellen Erbe, das bleibt. Sein erstes Werk für Origen findet in der Clavadeira um 21 Uhr statt.
Auch die Fachplattform tanznetz.de würdigt den Auftakt des Origen Festivals und hebt die besondere Verbindung von Tanz, einzigartigen Spielstätten und Landschaft hervor. Der Bericht vermittelt einen stimmungsvollen Eindruck des diesjährigen Festivals und seiner ersten Produktionen.