Tanzfestival

Roma – Sommer 2026

 

artist talk
Vom 23. Juli bis 9. August können Sie täglich mehrere Tanztheater besuchen, die speziell für Origen kreiert wurden. Intendant Giovanni Netzer spricht mit den Choreographinnen und Choreographen über Inspiration, Stil und Arbeitsweisen.

Riom | Clavadeira | Aufführungstage | 15.30 Uhr

 

panem et circenses

Lucas Valente verwebt Tanz, Ritual und Kochen zu einer sinnlichen Auseinandersetzung mit Erbe und Politik. Drei Frauen kneten, tanzen und hinterfragen: Was tragen wir weiter – und warum? Zwischen Ironie, Körperarbeit und Live-Pasta entsteht ein vielschichtiges Bühnenereignis.

Riom | Burg | 23 | 24 | 25 | 26 | Juli 2026 | 17 Uhr

 

dido und æneas

Sébastien Bertaud interpretiert Purcells Dido and Aeneas neu: Mit Tanzenden der Pariser Oper wird antiker Mythos zur intensiven Bewegungssprache. Zwischen Nähe, Spannung und Bruch entfaltet sich eine körperliche Tragödie von zeitgenössischer Kraft.

Riom | Clavadeira | 23 | 24 | 25 | 26 | Juli 2026 | 21 Uhr

 

romulus

Ilia Jivoy untersucht zeitlose menschliche Triebe: Ehrgeiz, Zweifel und Opferbereitschaft. Im Zentrum steht eine Figur zwischen Vision und Selbstkonflikt. So entsteht ein dichtes Porträt darüber, was in einem Menschen zurückbleibt, wenn die grosse Vision verwirklicht wurde.

Mulegns | Remise | 29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026 | 13 Uhr

 

in another life

Robert Robinson beleuchtet Ausgrabungen nicht als archäologischen Akt, sondern als sensibles Freilegen von Identität, Ort und menschlicher Existenz. Er untersucht, wie vergangenes Leben die Gegenwart formt. – Eine poetische Meditation über Zeit, Erinnerung und das, was bleibt.

Riom | Burg | 29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026 | 17 Uhr

 

when marble cracks

Brice Asnar erforscht ausgehend vom Untergang des weströmischen Reichs die Instabilität von Macht, Kontrolle und kollektiver Überzeugung. Systeme zerbrechen von innen, Spannungen treten hervor – und doch bleibt etwas bestehen, das sich immer wieder neu formt.

Riom | Clavadeira | 29 | 30 | 31 Juli | 2 August 2026 | 21 Uhr

 

messalina

Andrey Kaydanovskiy beschwört ein taumelndes Imperium hervor. Inspiriert von Messalina entsteht ein fragmentarisches Tanztheater über Macht, Begehren und Identität im Zerfall. Zwischen Antike und Gegenwart kippen Rollen, Systeme und Wahrheiten – bis nur die Frage bleibt, ob Freiheit Rettung ist oder Abgrund.

Mulegns | Remise | 6 | 7 | 8 | 9 August 2026 | 13 Uhr

 

of my blood

Nicola Wills widmet sich einer Familie im Strudel von Macht, Ambition und Verrat. Inspiriert von Agrippina und Nero beleuchtet sie die Dynamiken von Manipulation und familiärer Verstrickung im Spannungsfeld von Liebe und Ehrgeiz. – Ein düsteres Psychodrama über Kontrolle, Manipulation und den Preis von Herrschaft.

Riom | Burg | 6 | 7 | 8 | 9 August 2026 | 17 Uhr

 

trias

Maša Kolar hinterfragt den Zyklus von Mythos, Macht und Zerfall: Aus Ursprungserzählungen entsteht Ordnung durch Disziplin, die in kollektiver Ekstase zerbricht. Eine kritische Reflexion über wiederkehrende Muster gesellschaftlicher Transformation von der Antike bis heute.

Riom | Clavadeira | 6 | 7 | 8 | 9 August 2026 | 21 Uhr

serum_Burg Riom